Hochzeitsreportage

Die Königsdisziplin der Fotografie

"Dein Essen schmeckt aber gut - du hast bestimmt gute Töpfe!" Eine solche Schlussfolgerung würde normalerweise niemand ziehen, in der Fotografie ist dies jedoch häufig üblich: "Mein Onkel macht abends die Fotos, der hat `ne gute Spiegelreflexkamera!". Dazu sage ich: Wie beim Kochen entstehen gute Fotos nicht durch die Kamera, sondern ausschließlich durch die Zutaten, also Ideen und deren Kombination durch den Fotografen! Daher mein Rat: Lasst euren Onkel einfach mitfeiern und beauftragt einen professionellen Hochzeitsfotografen! Denn dieses Handwerk umfasst so unglaublich viel mehr, als nur den Auslöser zu betätigen...

Nur der Fotograf macht das Bild...

Die Kamera- und Nachbearbeitungstechnik muss perfekt beherrscht werden, hat aber keinen unmittelbaren Einfluss auf das Bild. Denn die Bildidee entsteht vorab im Kopf und wird durch entsprechende Nachbearbeitung nur noch herausgearbeitet. Was nicht bereits "richtig" im Sinne der gewünschten Bildidee fotografiert wurde, ist auch im Rahmen der Nachbearbeitung nur schwer zu retten! Die Augen und die Erfahrung des Fotografen werden in der Hochzeitsfotografie immer die wichtigste Rolle spielen! Denn gute Hochzeitsbilder entstehen erst durch künstlerisches Sehen, das Festhalten von Emotionen und einmaligen Momenten. Außerdem ist die Fähigkeit erforderlich, sich immer wieder auf neue Personen, Situationen und Lichtverhältnisse einzustellen und das unter Zeitdruck. Niemand wird Verständnis dafür haben, aufgrund fehlerhafter Einstellungen wichtige Momente wie den Ringtausch verpasst zu haben. Nach meiner Erfahrung können sich gerade Bekannte und Verwandte nicht genügend von der Feier lösen und haben zumeist nicht den Blick für besondere Situationen und wichtige Motive. Dazu ist es nämlich erforderlich, sich intensiv und permanent mit dem Thema Hochzeitsfotografie auseinanderzusetzen und am Hochzeitstag über einen wirklich langen Zeitraum sehr konzentriert zu arbeiten. Meiner Meinung nach sieht man es Fotos an, ob ein Fotograf nur halbherzig bei der Sache oder sogar überfordert war. Moderne Hochzeitsfotografie deckt mittlerweile fast alle fotografischen Bereiche ab, wie beispielsweise People-, Architektur-, Food-, Makro-, Nachtfotofotografie und viele mehr - aber mit dem Unterschied der fehlenden zweiten Chance auf ein verpasstes Bild. Man kann weder auf perfektes Licht warten noch einige Gegebenheiten wiederholen lassen. Gelungene Hochzeitsfotografie lebt vom Moment, dem emotionalen Augenblick - und lässt keine Zeit für Fehler! Vom Hochzeitstag bleiben später nur der Partner, die Ringe und die Hochzeitsbilder. Von daher sehe ich es persönlich als Berufung, künstlerisch wertvolle Erinnerungen zu schaffen - unter fotografisch schwierigsten Bedingungen.

... und letztlich den Unterschied!

16 Stunden Konzentration, mit den Augen überall sein, nichts verpassen wollen... Und dabei kiloweise Ausrüstung schleppen und dem Brautpaar bei wechselnden Locations immer eine Nasenlänge voraus sein - ein Hochzeitstag ist aus Sicht eines Hochzeitsfotografen tatsächlich ein fordernder "Knochenjob". Es bleibt dabei aber wichtig, immer ein Lächeln im Gesicht zu haben und bereit zu sein für einen kurzen Plausch mit den Gästen. Im ersten Gespräch mit den Brautpaaren merke ich häufig, wie das Thema Hochzeitsfotografie völlig unterschätzt wird. Welche Leistung ein guter Hochzeitsfotograf überhaupt erbringt, wird immer erst während der Hochzeit deutlich. Brautpaare haben in den meisten Fällen keine tieferen Kenntnisse von Fotografie und erwarten logischerweise immer das beste Bild. Die Frage nach dem "Wie" werden sie sich aber nicht stellen.

 

Für mich wird eine Hochzeitsreportage zur Königsdisziplin der Fotografie, da erst ein sehr gutes

künstlerisches ("Bilder sehen"), technisches ("Kamera und Software anwenden") und physikalisches ("Licht verstehen") Verständnis in Kombination zu eindrucksvollen Bildern führt. Das Ganze kombiniert mit Zeitdruck setzt die Anforderungen an einen guten Hochzeitsfotografen. Anders ausgedrückt: Keines meiner Bilder entsteht zufällig, sondern ist jeweils ein bewusstes Ergebnis entsprechend meiner eigenen Bildsprache. Gerade Licht hat einen entscheidenden Einfluss auf die emotionale Wirkung eines Hochzeitsporträts. "Falsches" Licht, wie beispielsweise Mittagssonne, kann unvorteilhafte Züge der fotografierten Person verstärken - hier zählt viel Erfahrung bei Outdoorporträts.

Weiterhin müssen auch an widrigen Locations und bei unschönem Wetter perfekte Bilder entstehen. Das linke Bild stammt aus der Familie, das rechte Bild habe ich geschossen und bearbeitet. Meines Erachtens ist es schon erstaunlich, wie unterschiedlich die gleiche Szene dargestellt werden kann. Wer keinen Unterschied sieht, benötigt vielleicht keinen Hochzeitsfotografen. Ich hatte aber bereits Anfragen, ob ich entsprechend gelieferte Bilder "retten" könne - das ist leider nicht möglich...

Der Einfluss des Equipments

Um eine Hochzeit zu fotografieren, wird weitaus mehr als nur eine Kamera mit Objektiv benötigt. Gerade bei schlechten Lichtverhältnissen sind lichtschwache Objektive schlicht unbrauchbar! Da Lichtstärke und hohe Schnelligkeit der Objektive sowie eine qualitativ gute Lichtempfindlichkeit der Kamera unverzichtbar sind, ist das gesamte Material schnell in der höchsten Preisliga angesiedelt. Da natürlich alles aus Gründen der Ausfallsicherheit mehrfach vorhanden sein muss, sind mehrere zehntausend Euro für umfassendes Equipment realistisch. Ich arbeite in fast allen Situationen mit mindestens zwei bis drei Kameras gleichzeitig, um eine Szene unterschiedlich aufzunehmen und Abwechslung in die Bilder zu bringen. Da jedes Bild elektronisch optimiert wird, sind zudem schnelle Rechner, aktuelle Software und beispielsweise farbgeeichte Monitore und Kameras notwendig. Von der Aufnahme bis zum Druck ist eine lange Kette an Voraussetzungen zu erfüllen, um wirklich gute Arbeit in Form edler Bilder abliefern zu können.

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